Diesen wissenschaftlichen Fachartikel hat Hannes Zedel verfasst.

Selektiver Überblick zum wissenschaftlichen Forschungsstand von Hochsensibilität

Hochsensibilität als Folge tieferer neuronaler Verarbeitungsprozesse

Die gezielte Forschung zum Thema Hochsensibilität wurde Mitte der 1990er Jahre von Dr. Elaine Aron (hsperson.com) eingeleitet, die das Phänomen als erste wissenschaftlich beschrieb und bis heute die Forschung in dem Bereich vorantreibt. Grundlage der Untersuchungen ist die als Persönlichkeitsmerkmal definierte „Sensitivität für sensorische Verarbeitungsprozesse“ (High Sensory-Processing-Sensitivity, SPS), die eine besondere Form der neuronalen Reizverarbeitung beschreibt. Dabei wird SPS durch soziale, emotionale und physische Sensitivität charakterisiert. SPS tritt als neuronale Mutation bei etwa 20 % der Population auf, sowohl bei Menschen, wie auch bei Tieren (Wolf et al. 2008). Der Mechanismus ist vergleichbar mit dem Auftreten verschiedener Augenfarben, es handelt sich also nicht um etwas krankhaftes.

Die zwei Strategien

Es ist vielmehr ein Ausdruck evolutionären Fortschritts. Aus der Biologie lernen wir, dass die meisten Spezien Persönlichkeitstypen auf der Basis von zwei grundlegenden Strategien entwickeln: Erst überlegen, dann handeln oder erst handeln und dann überlegen (Wolf et al. 2008).
Das heisst eine Gruppe zieht es vor, eine Situation zunächst genau zu beobachten und dann beim ersten Handlungsversuch die bestmögliche Handlungsalternative zu finden, die andere Gruppe bevorzugt das Ausprobieren einer Handlungsstrategie und die Anpassung der Strategie auf der Basis der gemachten Erfahrung. Beide Strategien haben situative Vor- und Nachteile. Eine hohe Sensitivität für sensorische Verarbeitungsprozesse (SPS) ist eng verbunden mit der ersten Strategie: Erst überlegen, dann handeln.

Warum gibt es Hochsensibilität?

Die gängige Meinung in der Forschung ist, dass die Begünstigung alternativer Handlungsstrategien durch die feinere Wahrnehmung in einem Teil einer Population sich als evolutionärer Vorteil etabliert hat. Das Phänomen resultiert so gesehen aus der genetischen Vielfalt infolge des „survival-of-the-fittest“-Prinzip, nachdem sich die Populationen durchsetzen, die die besten Voraussetzungen haben sich der Welt anzupassen. Hochsensibilität ist daher etwas angeborenes. Allerdings weisen aktuelle Forschungen auch auf Zusammenhänge mit frühkindlichen Traumata hin, anscheinend kann Hochsensibilität auch infolge traumatischer Erlebnisse auftreten, wenn das Gehirn sich zu dem Zeitpunkt noch in der Entwicklung befindet (innerhalb der ersten sechs Lebensjahre). Die Untersuchung dieses Aspekts ist Gegenstand laufender Forschung.

Der HSP-Skala Test nach Aron

Dr. Aron hat in ihrer Pionierleistung eine Skala für hochsensible Personen (HSP) entwickelt, die eine hohe Sensitivität der neuronalen Reizverarbeitung mit typischen Verhaltensmustern in Verbindung bringt und konnte beweisen, dass Hochsensibilität ein eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal ist. Grundlage dafür war, dass Menschen mit einem hohen SPS-Wert, also überdurchschnittlicher Sensitivität für sensorische Verarbeitungsprozesse, häufig sehr ähnliche Verhaltensmuster zeigten. Der Test wurde im Laufe der letzten 20 Jahre statistisch hinreichend abgesichert, das Phänomen wurde unter anderem durch Borries (2012) bestätigt („HSPs exist, forming an independent group of people who are qualitatively distinct from all the others concerning their way to perceive and process stimuli”). Die deutsche Übersetzung dieses Tests von Parlow (2008) findest du hier: http://www.zartbesaitet.net/survey/site.php?a=su_onepage&su_id=1. Es gibt eine Vielzahl von Vereinfachungen dieses Tests, was natürlich die Aussagekräftigkeit einschränkt. Grundsätzlich gilt, dass diese Tests zwar HSP über eine große Gruppe statistisch abgrenzen und damit das Konstrukt bestätigen können, im Einzelfall die Trennschärfe zu anderen überschneidenden Konstrukten (z.B. Dimensionen der Big Five: Introversion, Neurotizismus) nicht sonderlich gut ist, daher kann der Test grundsätzlich keine 100 % gesicherte Aussage darüber geben, ob jemand im wissenschaftlichen Sinne hochsensibel ist oder nicht, sondern nur eine statistische Tendenz anzeigen. In der Diskussion steht außerdem, ob Hochsensibilität kategorial (ja oder nein) oder kontinuierlich (mehr oder weniger hochsensibel) ist und jüngere Untersuchungen weisen eher auf zweiteres hin.

Beispiele aus der Forschung und die Messung von Hochsensibilität

Während die ersten Forschungsprojekte zu dem Thema noch unausgereift und wissenschaftlich „schwammig“ waren so wurden im Laufe der letzten 20 Jahre sukzessiv methodisch besser ausgearbeitete Studien durchgeführt, um das Thema mit „harten Fakten“ zu belegen. Am Anfang standen vorwiegend Selbsteinschätzungen auf der Basis von Fragebögen im Vordergrund.
-> Zum Beispiel wurde bei Aron et al. (2005) festgestellt, dass hochsensible Probanden signifikant emotionaler auf steigende Schwierigkeiten von Logikaufgaben reagierten und sich ihre empfundene Laune entsprechend stärker veränderte als bei normal-Sensiblen.

Da die Selbsteinschätzung auf Basis von Fragebögen forschungstheoretischen Gütekriterien nicht genügte, rückten später physiologische Messverfahren immer mehr in den Fokus der Forschung. Unter anderem wurde funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT – Bildgebendes Verfahren zum Erzeugen zwei- oder dreidimensionaler Bilder des Gehirns, welche Rückschlüsse auf die Aktivität bestimmter Areale zulassen) als Messverfahren eingesetzt, um die Aktivität von visuell und emotional beteiligten Gehirnarealen zu messen, während verschiedene Fotos gezeigt wurden.
-> Für hochsensible Probanden konnte eindeutig bewiesen werden, dass diese signifikant stärker auf geringe Bildveränderungen und Reize reagierten, als die normal-Sensiblen (Jagiellowicz et al., 2011).
-> Bei visuellen Suchaufgaben wurde festgestellt, dass hochsensible Probanden eine höhere Leistung zeigten, aber auch ein höheres Stressempfinden aufwiesen (Gerstenberg 2012). In der Diskussion steht dabei auch ein möglicher plötzlicher Leistungsabfall bei gleichbleibenden Anforderungen.
-> Andere fMRT Untersuchungen zeigten, dass hochsensible Probanden deutlich emotionaler auf die Gefühlsausdrücke anderer Menschen reagierten. Dafür wurden den Teilnehmern zum Beispiel Fotos ihres frisch geheirateten Ehepartners mit verschiedenen Gesichtsausdrücken gezeigt und die Stimulation von Gehirnregionen gemessen, die z.B. mit Empathie und unbewusster Handlungsvorbereitung in Verbindung stehen.

Insgesamt konnte durch bildgebende Verfahren wie fMRT bewiesen werden, dass Hochsensibilität mit höheren Aktivitäten der Gehirnbereiche für folgende Aufgaben einhergeht:
-> Wahrnehmungsfähigkeit (awareness)
-> Empathie
-> Handlungsplanung
-> Einordnung von Fremdinformationen in das eigene System (self-other-processing)

Ältere Studien zum Thema Resilienz (Emmy Werner 1999) zeigen unter anderem, dass Menschen, die trotz hochbelastender Umgebungen ein „gelingendes Leben“ aufbauen, hohe Überschneidungen zu den Charakteristika von Hochsensibilität aufzeigen.

Erweiterung des Konzepts von Aron

Smolewska et al. (2006) erkannten, dass es mehrere ausschlaggebende Faktoren für die Erscheinungsformen der Hochsensibilität gibt. Dabei wurden die folgenden Erklärungsfaktoren herauskristallisiert:
-> leichte Erregbarkeit (Ease of Excitation)
-> Ästhetische Empfindsamkeit (Aesthethic Sensitivity)
-> Niedrige sensorische Wahrnehmungsschwelle (Low Sensory Threshold)

Auf Basis verschiedener Ausprägungen dieser Konzepte können die individuell recht unterschiedlichen Erscheinungsformen von Hochsensibilität deutlich besser erklärt werden.

Forschungstheoretische Einordnung

Ein Konstrukt oder eine Theorie gilt nach dem Falsifikationsprinzip nach Popper dann als bestätigt und etabliert, wenn der Versuch diese zu widerlegen scheitert. Derzeit ist die Forschung damit beschäftigt den Merkmalsbereich von Hochsensibilität genauer einzugrenzen und die Unterscheidung von verwandten Konstrukten trennschärfer zu gestalten. Dabei werden im Bezug auf viele Aspekte Erst-Experimente durchgeführt, welche die zugrundeliegenden Hypothesen prüfen. Durch erfolgreiche Studien wird eine Datenbasis für die Theorie geschaffen, die in den nächsten Jahren der Falsifikation standhalten muss. Die Forschung steckt also noch in den Kinderschuhen, auch wenn über die letzten 20 Jahre erhebliche methodische Fortschritte zu verzeichnen sind. Eine vollständige Einordnung von Hochsensibilität wird sich erst im Laufe der nächsten Jahre aus den laufenden Studien herausbilden können.

Hochsensibilität in der Forschung: Zusammenfassende Schlüsse

Aus Sicht der Forschung zeigt sich entgegen der landläufigen Auffassung, Hochsensibilität sei vorwiegend ein Problem, dass ganz im Gegenteil Hochsensibilität ein Prädiktor für besondere Leistungen, ein hohes Maß an Empathie und hohe Resilienz ist. Es ist zu vermuten, dass Menschen, die Probleme mit Hochsensibilität haben viel eher auffallen, als solche, die gut damit zurecht kommen. Hochsensibilität kann als Gabe verstanden werden, die aber auch besondere Verhaltensweisen erfordert, um ihr Potenzial zu entfalten. Hochsensibilität ist wissenschaftlich gesehen als eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal etabliert, in seinen Details aber noch nicht vollständig erfasst und differenziert. Erste Ergebnisse fließen derzeit zunehmend in verschiedene Bereiche wie Coaching, Therapie und Führungstrainings ein, um die besonderen Bedürfnisse hochsensibler Menschen adäquat ansprechen zu können und ihr Potenzial freizugeben.

Literatur

Aron, E. & Aron, A. (1997). Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology, 73, 345–368. doi: 10.1037/0022-3514.73.2.345 http://www.hsperson.com/pdf/JPSP_Aron_and_Aron_97_Sensitivity_vs_I_and_N.pdf

Aron et al. (2005): Adult Shyness: The Interaction of Temperamental Sensitivity and an Adverse Childhood Environment. In: Personality and Social Psychology Bulletin, H. 31, Nr. 2, S. 181-197. https://www.psychologytoday.com/files/attachments/36190/pspbaronetal05shynesssensitivity.pdf

Borries, Ostendorf. Sensory Processing Sensitivity. 2012 http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE04/HOMEPAGE/ostendorf/Abstracts/Talks/Borries+Ostendorf(2012).SENSORY-PROCESSING%20SENSITIVITY%20-%20Poster.pdf

Gerstenberg F. X. R. (2012) Sensory-processing sensitivity predicts performance on a visual search task followed by an increase in perceived stress https://www.researchgate.net/publication/230556950_Sensory-processing_sensitivity_predicts_performance_on_a_visual_search_task_followed_by_an_increase_in_perceived_stress

Jagiellowicz J, Xiaomeng X, Aron A, Aron E, Guikang C, Tingyong F, et al. The trait of sensory processing sensitivity and neural responses to changes in visual scenes. Soc. Cogn. Affect Neurosci.2011;6:38–47. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20203139

Smolewska, K.A., McCabe, S.B., & Woody, E.Z. (2006). A psychometric evaluation of the Highly Sensitive Person scale: The components of sensory-processing sensitivity and their relation to the BIS/BAS and “Big Five.” Personality and Individual Differences, 40, 1269-1279.

Werner E. E. (1999) Through the eyes of innocents : children witness World War II

Wolf M, Van Doorn S, Weissing FJ. Evolutionary emergence of responsive and unresponsive personalities. PNAS. 2008;105:15825–15830. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18838685

Über den Autor

Hannes Zedel hat diesen wissenschaftlichen Fachartikel geschrieben. Er ist Psychologiestudent und beschäftigt sich mit der Forschung zu Hochsensibilität.

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By |2016-12-23T21:47:50+00:00Januar 2nd, 2016|Allgemein|4 Comments

About the Author:

  • Michael Peltzer sagt:

    Liebe Lesenden,

    es freut mich zu erfahren, das langsam der Raum entsteht damit Menschen wie auch ich, die anders und mehrschichtiger ihre Umwelt Wahrnehmen.
    Diese ” Gabe” leben und vielleicht damit gutes in der Welt zu bewegen können. Wie viele andere habe ich lange gedacht ich ticke nicht richtig und es stimmt etwas nicht mit mir.
    Mitlerweile habe ich mich damit vol akzeptiert und lebe es auch offen und mit dem nötigen Respekt in meinem Umfeld.
    Ich nehme Gefühle anderer intensiv wahr. Oft auch bevor die Person es selbst im Bewustsein hat. Ich bemerke wenn andere “verrückt” aus ihrer Mitte sind. Gewaltpotential, Suicidalität, Süchte, Psyschiche Störungen etc. Stimmungen in Menschengruppen etc..

    Es gibt nach meiner Annahme eine innere Instanz die zu jeder Zeit weis ob das Handeln konform mit den Lebenswerten ist. Und diese Unstimmigkeit in einem Menschen nehme ich wahr. Vielleicht genauer als ein Lügendetektor. Wenn jemand Denkt das es ok ist was er tut wie z.B. Morden. So weis die innere Instanz trotzdem das es falsch war es zu tun ..und genau so etwas nehme ich war.
    Auch erkenne ich irgendwie unstimmigkeiten bei allen Möglichen Dingen, Autos etc. etwas passt nicht oder ist nicht so wie es eigendlich sein sollte.
    Schimmel / Fäulnis, grade aktuell weil wir ein Haus suchen;-) Makler wußte es nicht, auf meine Nachfrage beim Verkäufer wurde bestätigt das es einen Wasserschaden gab, der wurde beseitigt( nun ja wohl nicht ganz!) Sehr gerne würde ich damit Arbeiten, jedoch fehlt mir der Arbeitgeber der so ein Talent einzusetzen weis und kann.
    Sagte ich schon das mir Fremde in kürzester Zeit vertrauen und wenn ich alleine mit ihnen bin erzählen sie mir Dinge die oft der engste Famillien Kreis nicht kennt
    Wie gesagt, meine Wahrnehmung ist breit gespreitzt.
    Gerne würde ich mich auch für eine Studie anbieten, denn warum oder wie genau es funktioniert würde ich selbst gerne Wissen. Es kann nicht nur an der höhere Anzahl von Spiegel-Neuronen liegen.

    Herzlichen Gruß rundum

    Michael Peltzer

    • Heike sagt:

      Hallihallo Michael, die Helmut Schmidt Universität in Hamburg macht gerade eine Studie zu HSP (März 2018). Vorerst anhand eines Fragebogens und eine Untersuchung vor Ort in Hamburg, die ich nicht mitmache, da ich zu weit weg wohne. Aber vielleicht etwas für dich. Einfach im Internet auf die Seite gehen. Herzliche Grüße und alles Gute für dich, Heike

  • Ulrike sagt:

    Ich finde diesen Artikel sehr hilfreich und zum Nachdenken anregend. Ob ein hochsensibler Mensch tatsächlich ein hohes Maß an Resilienz entfalten kann, liegt meiner Meinung nach daran, ob er fähig ist, zu be – greifen, von welcher Art gesellschaftlichem Bewusstseins er umgeben ist und ob das Wort Alchemie ihm in seiner Bedeutung ein Begriff ist. (Aus Sch…. Marmelade machen!)
    Da aber nicht jeder Hochsensible einen ausreichend hohen IQ dafür mit in die Wiege gelegt bekommen hat, bzw. sich vielleicht auch schon als Kind gegen den Unsinn, Schwachsinn und Wahnsinn gesellschaftlich vorgeschriebener und aufgezwungener Erziehungs-, Lern – und Schulinhalte zur Wehr gesetzt und diese verweigert hat anzunehmen, finde ich diese beiden hier angegebenen Faktoren “Empahtie und Resilienz” zur Heranziehung wissenschaftlicher Nachweise über eine gegebene Hochsensiblität sehr dünn.

    Zur Empathie gehört meiner Auffassung nach ebenso das Mitgefühl, da reine Empathie auch gerne missbraucht werden kann. Für den Begriff “Herzensintelligenz” liegen der Wissenschaft derzeit noch keinerlei Tests vor, anhand dessen man mit Hilfe einer Skala etwas nachweisen oder messen könnte, wie vergleichsweise beim IQ,soweit ich weiß. Die Wissenschaft hat gerade erst angefangen, den Begriff “Bewusstsein” als Forschungsobjek anzuerkennen und sich damit auseinanderzusetzen. Somit dürften wir noch Lichtjahre davon entfernt sein, die Menschheit ganzheitlich “belichten” – oder erleuchten zu können.

    Meiner Erfahrung nach finden sich in den Schatten der aufgezwungenen Traumata die Defizite gesellschaftlicher Normen und Werte. Oder anders und im Extrem ausgedrückt: “In den Psychiatrien spiegeln sich die Geisteskrankheiten der Gesellschaft wieder.” (Diese Aussage stammt von einem dipl. Psychologen mit Steckenpferd Parapsychologie, und diente mir seinerzeit zur Klärung meines Bewusstseins und der Wiederherstellung meines Selbstwertgefühls.)
    Zudem glaube ich auch, dass traumatisierte Hochsensible, die über den eigenen Tellerrand hinausschauen, ihr Thema immer auch als ein Defizit in der Entwicklung der Allgemeinheit Mensch wiederfinden können… – ein Thema, dass bearbeitet werden will, um allgemeines Bewusstsein zu fördern. Auch, wenn es “nur” zur Überwindung des menschlichen Egos dient, denn darum geht es letztendlich ja in dieser heutigen Zeit.
    Es lässt sich ja überall deutlich erkennen, wo alles Andere in dieser Welt hinführt. (Krieg, Mord, Hunger und Tot) Ich würde mir bei all diesen Bemühungen um eine wissenschaftliche Anerkennung der Hochsensiblität mehr Ganzheitlichkeit wünschen, wozu auch der körperliche Stoffwechsel zählen sollte. Eine Untersuchung zum Thema HPU (Hämopyrrolaktamurie) gehört aus meiner Sicht ebenso dazu, da bei durch Traumata maipilierten Bewusstseinformen auch der Stoffwechsel kippt, sofern das nicht auch vererbt wurde.

    Ich denke, dass man dieser Welt nur wünschen kann, dass die Art der Menschen, die derzeit in großen Teilen der Welt die Macht an sich reißen und gerissen haben, gegen Hochsensible ausgetauscht würden, die fähig und bereit dazu sind, entsprechende Verantwortung zu übernehmen, damit dieser Planet überhaupt erhalten werden und das Leben eines jeden, einzelnen Menschen in Würde und mit Liebe gelebt werden kann.

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel, lieber Thomas.

    Liebe Grüße, Ulrike 🙂

    • Hannes sagt:

      Hallo Ulrike und vielen Dank für das tolle Feedback und die weiterführenden Gedanken! Ich habe zeitweise überlegt meinen Artikel wieder offline zu schalten, weil ich ihn teilweise für veraltet halte. Jetzt zu sehen, wie er nach wie vor Inspiration geben kann belehrt mich aber eines besseren.
      Beste Grüße,
      Hannes (Die Website ist von Thomas, der Artikel von mir..)

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